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Digitale Transformation im Product Lifecycle Management

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24. Mai 2018

Das Product Lifecycle Management (PLM) hat sich in nur wenigen Jahren sehr stark verändert. Das betrifft aber nicht den Produktlebenszyklus selbst. Dieser lässt sich prinzipiell nach wie vor auf die Phasen Einführung, Wachstum, Reife und Niedergang herunterbrechen. Was sich allerdings grundlegend verändert hat, ist das Management bzw. die Verwaltung des Lebenszyklus. PLM wurde ursprünglich entwickelt, um in der Produktion die unzähligen Teile und Komponenten der verschiedenen Zulieferer zu erfassen und zu verfolgen. Heute ist PLM für die meisten Unternehmen und Branchen ein entscheidender Erfolgsfaktor. Allerdings laufen PLM-Nutzer Gefahr, vom Wettbewerb überholt zu werden, wenn sie über keine digitale Strategie für das Product Lifecycle Management verfügen.

A product's lifecycle

Was genau ist PLM?

Unter Product Lifecycle Management versteht man die nahtlose Verwaltung von Produkten, und zwar von der ersten Produktidee über die Entwicklung bis hin zur Vermarktung. Warum aber ist eine Strategie für die digitale Transformation von entscheidender Bedeutung für die Implementierung und den Erfolg einer PLM-Lösung? Mithilfe einer PLM-Lösung können Sie sich eine 360°-Ansicht all Ihrer Produkte über deren gesamten Lebenszyklus hinweg verschaffen. So lassen sich alle Personen und Komponenten, die in irgendeiner Beziehung zu einem bestimmten Produkt stehen, in jeder Phase von dessen Lebenszyklus koordinieren.

Gut umgesetzt verbessert das die Zusammenarbeit, reduziert die Fehlerhäufigkeit, beschleunigt den Markteintritt und bietet Ihnen letztlich die Möglichkeit, die Kosten zu reduzieren und einen höheren ROI zu erzielen.

Datenqualität entscheidet

Wenn Sie mit der Planung der digitalen Transformation beginnen, sollten Sie sich als Erstes mit dem Thema Datenqualität befassen. Zwar kann eine PLM-Lösung mithilfe der durchgehend einheitlichen Produktansicht, die sie ermöglicht, bereits viele Datenqualitätsprobleme lösen, es muss sich aber dennoch jemand um das Monitoring der Daten kümmern. Werden beispielsweise Daten vor dem Import in die PLM-Lösung nicht bereinigt, wäre das ein katastrophaler Fehlstart. Übernimmt im Vorfeld niemand die Verantwortung für die Bereinigung der Daten, bleibt deren Qualität dauerhaft unzureichend, was dann zwangsläufig Probleme nach sich zieht. Wenn Sie neben Ihrer PLM-Lösung noch andere Systeme nutzen, z. B. ein ERP- oder ein CRM-System, kann das zu einer Ausbreitung der Probleme aufs ganze Unternehmen beitragen.

PLM im Handel

PLM kommt heute längst nicht mehr nur in der Produktion zum Einsatz. Die sich verändernde Landschaft im Einzelhandel macht eine engere Zusammenarbeit mit Lieferanten und einen schnelleren Markteintritt erforderlich, wenn man den ROI verbessern will. Deshalb sollte auch der Einzelhandel gezielt auf PLM setzen und eine entsprechende Strategie für die digitale Transformation entwickeln.

Zwar ist die Produktentwicklung nach wie vor der Schlüssel zum Erfolg, der Markt ist heute aber oft mit Produkten übersättigt. So müssen Sie den Erfolg Ihrer Produkte sicherstellen, indem sie optimal auf die Kundenanforderungen abgestimmt sind. Diese ändern sich aber fortlaufend. PLM-Software bietet Unternehmen die Möglichkeit, im gesamten Produktentwicklungsprozess zusammenzuarbeiten und mithilfe wertvoller Erkenntnisse erforderliche Änderungen schnell und einfach zu implementieren. Ist das der Fall, kann ein Unternehmen seine Daten wieder verstärkt für die Weiterentwicklung der Geschäftsstrategie nutzen, statt ständig Daten einzugeben.

PLM in Retail using the IoT

PLM und das Internet of Things

Angesichts der erwähnten Veränderungen der Handelslandschaft, ist die Möglichkeit, Kunden-Feedback in Echtzeit zu erhalten, für den Einzelhandel, die Konsumgüterbranche und die Automotiveindustrie einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Bei der Implementierung einer digitalen PLM-Strategie sollte man auf jeden Fall auch das Internet der Dinge (IoT) und seine nützlichen Effekte berücksichtigen. Ob es Ihnen nun bewusst ist oder eher nicht … das IoT mit seinen Sensoren und den Daten, die es zur Analyse an Unternehmen sendet, ist allgegenwärtig. Wie in diesem Interview mit InfoSys angemerkt, kann das IoT im PLM-Prozess einen Dominoeffekt auslösen. Kavanaugh verdeutlicht das am Beispiel eines vernetzten Autos: „Wenn man solch ein Fahrzeug anlässt, aktiviert das etliche integrierte Sensoren, von denen jeder einzelne eine spezifische Aufgabe hat und in einem vordefinierten Umfang Daten sammelt. Setzt der Fahrer dann das Auto in Bewegung, werden weitere Sensoren aktiviert und beginnen damit, basierend auf Vorgaben und Algorithmen, Daten aufzuzeichnen oder zu übertragen. Die Kombination aus Sensoren, Analysefunktionen und Feedback sorgt für eine Kaskadierung der Kommunikation zwischen Hersteller und Fahrzeug, was, basierend auf dem ursprünglichen Input, wiederum sekundäre und tertiäre Antworten ermöglicht.“ So macht das IoT mit seinen Daten den PLM-Prozess deutlich transparenter, da es Vermutungen durch Fakten ersetzt. Wenn Sie in Echtzeit auf Feedback und Antworten von Verbrauchern zugreifen, können Sie den ROI Ihrer Produkte sichern und bieten den Verbrauchern Lösungen, von denen sie vielleicht noch nicht einmal wussten, dass sie diese benötigen. 

Aus alldem wird deutlich, dass es entscheidend für den Erfolg Ihres Unternehmens ist, Ihre PLM-Prozesse durch eine digitale Transformationsstrategie zu unterstützen. Wenn Sie eine PLM-Lösung erfolgreich implementieren, können diese Daten zu einer weitergehenden Integration mit Kundendaten, Standortdaten, Lieferantendaten und vielem mehr führen. Das eröffnet Ihnen ganz neue Möglichkeiten und bietet Ihnen Lösungen für zahlreiche organisatorische Probleme. Erfahren Sie mehr über PLM und die Probleme, die sich mithilfe von PLM lösen lassen:

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