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Fünf simple Schritte: So sorgen Sie für eine reibungslose Implementierung Ihrer Stammdatenlösung

Autor: Nils Pedersen
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22. Oktober 2018

Beginnen wir mit einer Binsenweisheit: Bei jedem größeren Businessprojekt ist gute Vorbereitung einer der wichtigsten Erfolgsgaranten. Da macht auch die Implementierung einer Lösung für die Stammdatenverwaltung keine Ausnahme. Mithilfe der folgenden fünf Schritte schaffen Sie sich eine solide Basis für die erfolgreiche Implementierung Ihrer neuen Stammdatenplattform.

Learn five master data management implementation best practices

 

1. Umreißen Sie die Vision Ihres Unternehmens und wie Stammdatenverwaltung dazu beitragen soll, diese zu realisieren  

Bevor Sie sich Gedanken darüber machen, welche Aspekte und Funktionen der Stammdatenverwaltung für Sie relevant sind, sollten Sie zunächst einmal Ihr Unternehmen unter die Lupe nehmen. Welcher Vision folgt Ihr Unternehmen? Welche spezifischen Herausforderungen müssen Sie meistern, um diese Vision zu realisieren? Wie Ihre Antworten auch ausfallen mögen, Aussagen wie „Wir müssen die Datenqualität steigern.“ oder „Wir brauchen bessere Workflows für unser Produkt-Onboarding.“ werden im ersten Schritt vermutlich nicht dabei sein.

Wenn Sie dann aber anfangen, Ihrer Businessvision und deren Komponenten auf den Grund zu gehen, werden Sie vermutlich erkennen, dass bessere Prozesse rund um Datenqualität und Workflows Ihre übergreifende Vision tatsächlich unterstützen können. Entscheidend ist dabei, IT-Probleme auch im geschäftlichen Kontext zu sehen und zu überlegen, wie man beispielsweise eine nahtlose Kundeninteraktion sicherstellen kann oder wie sich wichtige Erkenntnisse am besten an die eigenen Mitarbeiter kommunizieren lassen.

Wenn Sie Stammdatenverwaltung als Tool sehen, um Geschäftsprozesse zu optimieren (statt nur IT-Probleme zu lösen), sichert Ihnen das eine breitere Unterstützung im Managementteam. Außerdem verschaffen Sie sich so eine bessere Basis, um den ROI Ihrer Investitionen zu messen.

2. Identifizieren Sie, welche Domain den ersten Schritt in Richtung Ihrer Unternehmensvision unterstützt 

Aber mal ganz ehrlich … Stammdatenverwaltung ist zwar extrem vielseitig, aber erwarten Sie bitte nicht, dass sie all Ihre Probleme über Nacht wie von Geisterhand lösen kann. Umfangreiche Multidomain-Stammdatenlösungen werden fast immer schrittweise implementiert. Dabei startet man mit einer Domain, zum Beispiel den Produktdaten, und weitet die Lösung weiter aus, indem man auch Kunden-, Lieferanten- und Standortdaten mit einbezieht. So können die im ersten Schritt gewonnenen Erkenntnisse in die weiteren Implementierungsphasen einfließen. Im zweiten Schritt sollten Sie die Geschäftsbereiche untersuchen, die am stärksten von mehr Datenqualität und besseren Prozessen profitieren würden und sich auf diese konzentrieren. Ist es Ihre Vision, neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen? Dann sollten Sie auch mit Ihren Produktdaten beginnen. Oder steht bei Ihnen die Verbesserung des Kundenerlebnisses ganz oben auf der Liste? In dem Fall sollten Sie sich als erstes Ihrer Kundendaten annehmen. Aber wie gesagt, konzentrieren Sie sich auf das, was Ihnen voraussichtlich den größten geschäftlichen Nutzen bringt. Das muss aber nicht unbedingt der offensichtlichste Ansatz sein oder der Bereich, der sich am einfachsten in den Griff bekommen lässt.

3. Schaffen Sie die Grundlagen, um den ROI messbar zu machen 

Eine der großen Herausforderungen von Stammdatenlösungen (und anderen Dateninvestments) liegt darin, den geschäftlichen Nutzen greifbar darzustellen. Aber natürlich will das Managementteam heute bei jedem neuen Projekt vorab wissen, wie es um den Return-on-Investmment (ROI) bestellt ist. Aus dem Grund sollten Sie schon in der Vorbereitungsphase eine Reihe stammdatenrelevanter Leistungskennzahlen definieren und dokumentieren. So können Sie zu einem späteren Zeitpunkt der Implementierung den wirtschaftlichen Nutzen der Stammdatenlösung einfacher nachweisen.

Aber welche Leistungskennzahlen können Sie messen? Stammdatenverwaltung selbst ist nur bedingt messbar. Stattdessen empfiehlt es sich, einige der Komponenten Ihrer Businessvision zu quantifizieren. Das heißt, wenn es einer Ihrer Meilensteine ist, das Kundenerlebnis zu verbessern, sollten Sie definieren, welche Komponenten das Kundenerlebnis ausmachen. Hier ein paar Beispiele:

  • Zufriedenheit mit dem Kundenservice
  • Vertriebsstatistiken
  • Direktmarketingergebnisse
  • Anzahl der Retouren
  • Anzahl der abgebrochenen Online-Käufe

Stellen Sie sicher, dass Sie die für Sie relevanten Kennzahlen vor, während und nach der Implementierung Ihrer Stammdatenlösung erfassen.

4. Kommunizieren Sie die Gründe innerhalb Ihres Unternehmens 

Sobald Sie den Entschluss gefasst haben, eine Stammdatenlösung zu nutzen, sollten Sie die Basis für die kulturellen Veränderungen legen, die im Unternehmen erforderlich sind, um den Erfolg des Projekts zu sichern. Leider reicht es nicht aus, wenn nur die direkt mit dem Projekt befassten Kollegen den Wert guter Stammdaten einschätzen können. Auch alle anderen sollten die Vorteile der Lösung nachvollziehen und erkennen können, warum das Unternehmen diesen Weg geht und was das für sie als Mitarbeiter bedeutet. Wenn das Projekt erfolgreich sein soll, muss das gesamte Unternehmen auf die Themen Datenqualität und Datenprozesse eingestimmt werden. Hier geht es im Prinzip um eine Missionierungsaufgabe und dafür ist sehr viel Kommunikation erforderlich. Diese sollte aber nicht von der IT-Abteilung ausgehen, sondern vom Top-Management.

5. Stellen Sie sicher, dass Ihr System und Ihre Strategie skalierbar sind 

Der eine Fehler, den Sie unbedingt vermeiden sollten, ist es, frühe Entscheidungen zu treffen, die zu einem späteren Zeitpunkt das Wachstum behindern. Nun, da Sie an dem Punkt angelangt sind, um Strategien zu entwickeln und Lösungen zu identifizieren, sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Strategie und die von Ihnen gewählte Softwarelösung wirklich skalierbar sind. Eine skalierbare Lösung bietet Ihnen die Möglichkeit, später weitere Domains aufzunehmen und sie mit datenbasierten Anwendungen und neuen Technologien zu integrieren. Das ist wichtig, um das künftige Wachstum ebenso zu unterstützen wie mögliche Fusionen oder Übernahmen.

Wenn Sie diese fünf Schritte auf Ihrer Liste abhaken können, bevor Sie in die heiße Phase Ihres Stammdatenprojekts eintreten, sollten Sie über einen klaren Startvorteil verfügen. Welche Erfahrungen haben Sie mit diesen Schritten gemacht? Planen Sie ein Stammdatenprojekt und haben andere Überlegungen? Teilen Sie uns Ihre Gedanken im Kommentarfeld mit.

 


Always having a love for technology and what it can do for global enterprises and individuals, Nils continues successful program deliveries in Manufacturing, Distribution, Retail, and Automotive Aftermarket.
Nils Pederssen war schon immer von Technologie und ihrem enormen Potenzial für Menschen und Unternehmen fasziniert. Ganz in diesem Sinne realisiert er heute bei Stibo Systems umfangreiche Stammdatenprojekte in den Bereichen Produktion, Distribution, Handel und Automotive-Ersatzteilmarkt.


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