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So unterstützen Kundendaten das Product-Lifecycle-Management (PLM)

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8. Dezember 2017

In der Vergangenheit war es meist recht schwierig, Kundendaten zu generieren, zu bereinigen und (vor allem) zu interpretieren. Seit Ankunft des Internet der Dinge (IoT) ist nicht nur die Menge der verfügbaren Kundendaten sprunghaft angestiegen, sondern auch die der Daten, die Hersteller aus der täglichen Nutzung ihrer Produkte ziehen können. Bereits dieses Jahr sind laut Gartner 8,4 Mrd. vernetzte „Dinge“ in Benutzung.

Customer Information enhances Product Lifecycle Management (PLM)

Dieser Strom von Kundendaten kann Herstellern signifikante Vorteile bieten, denn so haben sie erstmals unmittelbares Feedback zur Nutzung ihrer Produkte. Auf längere Sicht lassen sich so zudem auch Erkenntnisse über das von ihnen gebotene Kundenerlebnis gewinnen. So wundert es kaum, dass nach aktuellen Schätzungen 70 % des weltweiten Handels bereit sind, das IoT zu nutzen, um das Kundenerlebnis zu verbessern.

Zugriff auf diese Informationen zu haben, wird auf Herstellerseite die Bereiche Planung, Entwicklung und Wartung nachhaltig verändern. Allerdings muss man all diese über den gesamten Produktlebenszyklus generierten Daten sauber verwalten und analysieren können, um daraus praktisch nutzbare Erkenntnisse zu ziehen. Das aber bedingt, dass das Product-Lifecycle-Management im Unternehmen mit deutlich mehr Funktionalität ausgestattet werden muss. 

Die Verfügbarkeit umfangreicher Kundendaten wird zweifellos die Produktpflege über den Lebenszyklus hinweg beeinflussen. Die Frage bei alldem ist aber, in welcher Entwicklungsphase sich der größte Nutzen erzielen lassen wird. 

  • Produktdesign: Auf diese früheste Phase der Produktentwicklung wird sich die Verfügbarkeit korrekter und aktueller Kundendaten mit Sicherheit am meisten auswirken. Performance-Daten zu erfassen und sehen zu können, was die eigenen Produkte mit Blick auf die Kundenerwartungen leisten und was nicht, bietet die Basis dafür, dieses Wissen bereits bei der Ideenfindung einfließen zu lassen. So lässt sich gewährleisten, dass künftige Produktgenerationen den Kundenerwartungen voll entsprechen.

  • Einführung: Kann man analysieren, wie die Verbraucher Ihre neuen Angebote aufnehmen, bietet das wertvolle Erkenntnisse für die Verbesserung nachfolgender Produktgenerationen. Zudem sind und bleiben Kundendaten das entscheidende Messkriterium für den Produkterfolg und sollten genutzt werden, um den Standard für Produktneuentwicklungen zu definieren.

  • Wartung: Wenn Sie wissen, wie Ihre Kunden Ihre Produkte nutzen, können Sie nötige Wartungsarbeiten, Updates und Reparaturen besser voraussehen und diese entsprechend terminieren. Wenn Sie über die Nutzung und den Produktstatus informiert sind, können Sie durch Bereitstellung der entsprechenden Compliance-Informationen auch die Risiken reduzieren.

Aber was genau ist eigentlich erforderlich, damit Sie diese Flut von Kundendaten wirklich nutzen können? Ganz ohne Zweifel sind Investitionen in Analytik- und Automationstools ebenso fällig wie Aufwendungen für eine effiziente Datenverwaltung und entsprechende Mitarbeiter. Denn was nützen all diese Daten, wenn Sie nicht in der Lage sind, sie zu analysieren und die gewünschten Erkenntnisse aus Ihnen zu ziehen? 

Zudem sollte Ihr PLM-System ausreichend flexibel sein, um die nötigen, zusätzlichen Prozesse zu integrieren und zuverlässig mit den Systemen kommunizieren zu können, in denen Sie Ihre Kundendaten vorhalten und verwalten.  

Insgesamt gesehen bieten vernetzte Geräte die Möglichkeit, „klassische“ PLM-Lösungen auszuweiten und sich die zunehmende Verfügbarkeit von Kundendaten zunutze zu machen. Auf diese Weise kann sich PLM ein Stück weit mehr von seinen Engineering-Wurzeln lösen und dazu beitragen, diese bislang nur sehr mühsam zu beschaffenden Daten zu integrieren und geschäftlich nutzbar zu machen.

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