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So bestimmt man den ROI der Stammdatenverwaltung

Autor: Nils Pedersen
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15. Januar 2019

Wenn es darum geht, Geld für neue Technologien auszugeben, interessiert das Top-Management in erster Linie, welchen Nutzen und welchen Return-on-Investment (ROI) diese bieten. Handelt es sich dann noch um komplexe, für den Laien schwer zu greifende Lösungen wie Stammdatenverwaltung, werden diese meist gründlichst hinterfragt. Das ist okay und durchaus verständlich. Denn wer in ein umfangreiches Projekt investiert, der will natürlich wissen, was am Ende dabei herauskommt, und absehen können, ab wann sich die Sache für ihn rechnet. Kleines Kaufmanns-Einmaleins … Die Antworten auf diese Fragen sind allerdings nicht immer ganz leicht zu finden. Schließlich ist es alles andere als einfach, den Wert hoher Datenqualität und nahtloser Datenprozesse zu quantifizieren.

Aus dem Grund bieten wir Ihnen hier ein paar hilfreiche Schritte, um zu bestimmen, welcher ROI sich durch die Implementierung einer Stammdatenlösung erzielen lässt.

How do you measure the ROI of master data management?

 

Schritt 1:Definieren Sie den Umfang.

Um den ROI einer Stammdatenlösung messen zu können, sollten Sie als Erstes deren Umfang und Einsatzfelder bestimmen. Welche Problembereiche sollen mithilfe von Stammdatenverwaltung angesprochen werden? Welche Geschäftsbereiche und Standorte sollen auf die Lösung zugreifen, und welche Daten-Domains, Systeme, Prozesse etc. werden von ihr betroffen sein?  Nur wenn Sie den exakten Umfang der Stammdatenlösung kennen und wissen, wo ihre Implementierung sich auswirken wird, lassen sich der zu erwartende Nutzen und der Return quantifizieren. Außerdem können Sie so nach Inbetriebnahme der Lösung die Fortschritte sauber dokumentieren.

 

Schritt 2: Identifizieren Sie greifbare Vorteile und machen Sie Ihre Hausaufgaben.

Stammdatenverwaltung gilt als die Basis für eine erfolgreiche digitale Transformation. Da diese sich aber auf den verschiedensten Ebenen vollzieht, kann sich der ROI einer Stammdatenlösung entsprechend vielfältig darstellen. Sie ahnen es … Das Problem liegt darin, all diese Manifestierungen des Erfolgs greifbar zu machen. Natürlich ist es toll, dass größere Stammdatenlösungen oft in den verschiedensten Geschäftsbereichen positive Dinge bewirken, aber das macht die Messung des ROI nicht gerade einfacher. Monetarisieren Sie die Stammdatenlösung.

Um dafür greifbare Metriken zu identifizieren, sollten Sie mit den Abteilungen sprechen, die voraussichtlich direkt von einer Stammdatenlösung betroffen wären, wie IT, Finanzen, Marketing, Logistik/Lieferkette, Produktmanagement etc.

Vor der Investition in eine Stammdatenlösung sollten Sie die Probleme all dieser Bereiche kennen und wissen, in welchem Umfang sich ihre Performance verbessern würde, wenn ihre Probleme gelöst werden könnten.  Einige der Antworten werden datenbezogen sein, während es bei anderen eher um Prozesse und operative Abläufe gehen wird.

Als Nächstes sollten Sie die Finanzabteilung involvieren und gemeinsam bestimmen, was es bedeuten würde, wenn ihre Probleme gelöst oder zumindest reduziert werden könnten. Welche finanziellen Auswirkungen hätte es beispielsweise, wenn der Zeitbedarf für das Onboarding neuer Produkte von zwei Monaten auf zwei Wochen reduziert werden könnte? So verschaffen Sie sich eine optimale Basis, um die Stammdatenlösung intern zu verkaufen, und haben die nötigen Metriken und Kennzahlen parat, um die Performance vor, während und nach der Implementierung zu messen.

 

Schritt 3: Bestimmen Sie die Gesamtkosten.

Um das „R“ im ROI von irgendetwas bestimmen zu können, müssen Sie als Erstes wissen, wie hoch das „I“ ausfällt, die Investition.  In diesem Fall sind das die Gesamtkosten Ihrer Stammdatenlösung. Dabei sind Lizenzierung, Hardware, Implementierung und Schulungsaufwand ebenso zu berücksichtigen, wie die durch Wartung und Data Governance anfallenden Betriebskosten.  Vergessen Sie auch nicht andere Variablen wie Change Management.

Berücksichtigen Sie zudem die Kosten potenzieller Verzögerungen. Wie würde es sich z. B. aufs Unternehmen auswirken, wenn Sie die Lösung nicht zum anvisierten Termin in Betrieb nehmen könnten?  Könnte es sein, dass Wettbewerber Produkte schneller auf den Markt bringen, weil Sie durch unstimmige Datenprozesse ausgebremst werden? Welche finanziellen Auswirkungen hätte es, wenn das Ihren Marktanteil schmälern würde?

 

Schritt 4: Seien Sie geduldig und bleiben Sie hartnäckig.

Leider werden die meisten Stammdatenprojekte nicht über Nacht zum Erfolg.  In der Regel stellt sich ein spürbarer Effekt erst einige Quartale nach erfolgter Implementierung ein.  Auch Change Management ist im Zusammenhang mit Stammdatenverwaltung wichtig. Viele Kollegen werden erst dann voll und ganz hinter der Lösung stehen, wenn sie deren positive Wirkung und den geschäftlichen Nutzen verstehen. Deshalb sollten Sie über einen langen Atem verfügen. Ist das aber gegeben, steht einer erfolgreichen Implementierung Ihrer Stammdatenlösung eigentlich nichts mehr im Wege.

Natürlich unterscheiden sich bei Stammdatenlösungen die Investitionen und der ROI von Unternehmen zu Unternehmen. Entscheidend ist, dass Ihnen Partner zur Seite stehen, die über die nötige Erfahrung verfügen und Sie mit Lösungen unterstützen können, die für die Herausforderungen Ihrer Branche maßgeschneidert sind.

Mehr über die Bestimmung des ROI von Stammdatenlösungen finden Sie in unserem Fact-Sheet:

 

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Always having a love for technology and what it can do for global enterprises and individuals, Nils continues successful program deliveries in Manufacturing, Distribution, Retail, and Automotive Aftermarket.
Nils Pederssen war schon immer von Technologie und ihrem enormen Potenzial für Menschen und Unternehmen fasziniert. Ganz in diesem Sinne realisiert er heute bei Stibo Systems umfangreiche Stammdatenprojekte in den Bereichen Produktion, Distribution, Handel und Automotive-Ersatzteilmarkt.


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