menu-mob.png

Machen Sie Ihre Daten zu einem Aktivposten, statt sie als lästige Pflicht zu sehen

Autor: Nils Pedersen
 |
18. September 2018

Unternehmen jeder Größe müssen sich auf die Korrektheit ihrer Daten verlassen können, um finanzielle Erkenntnisse zu gewinnen und Bereiche wie Marketing, Vertrieb und Kundenservice zu verbessern. Schließlich ist heutzutage nahezu jede Abteilung im Unternehmen auf die eine oder andere Weise auf Daten angewiesen.

Sind diese Daten aber nicht korrekt oder nur schwer zugänglich oder sie verschaffen Ihnen keinen echten Gesamtüberblick, kann das die operativen Abläufe im ganzen Unternehmen behindern. Datenfehler können die Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern erheblich beeinträchtigen und letztlich zu deutlichen finanziellen Verlusten führen

Berücksichtigt man dann noch das Risiko von Datenschutzverletzungen, die neben heftigen Bußgeldern meist auch eine enorme Rufschädigung nach sich ziehen, wird schnell deutlich, dass eine unzureichende Datenverwaltung die Existenz eines Unternehmens gefährden kann. Während fehlerhafte Daten Geld kosten, sollte sich im Gegensatz dazu mit korrekten, aktuellen Informationen welches verdienen lassen.

The cost of inaccurate data 

Die Kosten fehlerhafter Daten

Wie eine Umfrage unter 1.200 unterschiedlich großen britischen, amerikanischen und europäischen Unternehmen aus verschiedenen Branchen ergab, treffen fehlerhafte Daten Unternehmen genau da, wo es wehtut –im Geldbeutel.

  • 88 % der Unternehmen sagten, dass fehlerhafte Daten sich direkt auf ihr Geschäftsergebnis auswirken.

… wobei die Unternehmen im Schnitt 12 % Umsatzeinbußen verzeichnen

  • 42 % der Teilnehmer gaben an, dass fehlerhafte Kontaktdaten für sie das größte Hemmnis für Multichannel-Marketing darstellen.
  • Im Schnitt schätzten die Unternehmen, dass 22 % ihrer Kontaktdaten in irgendeiner Weise fehlerhaft sind.

 

Wo kommen Ihre Daten her?

Die 1.200 befragten Unternehmen gaben an, dass sie im Schnitt 3,4 verschiedene Quellen nutzen, um Kundendaten zu sammeln:

  • 73 % sammeln Daten über ihre Website.
  • 60 % sammeln Daten in persönlichen Kundengesprächen.
  • 54 % sammeln Daten in Call-Centern.
  • 47 % der Unternehmen sammeln Kontaktdaten über mobile Websites oder Apps.

Das heißt, dass Daten aus verschiedenen Quellen und meist auch in unterschiedlichen Formaten ins Unternehmen kommen. Das aber lässt die Wahrscheinlichkeit fehlerhafter oder doppelter Datensätze steigen.

Innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen verlängern zusätzlich die Liste potenzieller Datenquellen.


Können Sie Ihren Daten trauen?

Und damit wären wir bei der nächsten Frage angelangt: Wie sehr vertrauen Sie Ihren Daten?

In einem aktuellen Global Data Management Benchmark Report wurden die Antworten von über 1.400 Datenverwaltungsexperten analysiert. Ziel der Maßnahme war es, herauszufinden, wie Daten im Unternehmen genutzt werden und wie sich Datenqualität auf Geschäftsprioritäten auswirkt.

Folgende Erkenntnisse konnten dabei gewonnen werden:

  • 52 % der Unternehmen gaben an, dass mangelndes Vertrauen in die eigenen Daten das Risiko von Compliance-Verstößen und Bußgeldern steigen lässt.
  • 51 % sahen abnehmende Kundentreue als Folge.
  • 92 % der Unternehmen können noch nicht auf durchgehend einheitliche Ansichten ihrer Kunden zugreifen.

Gerade die letztgenannte Erkenntnis ist irritierend, da es doch immer wichtiger wird, Kunden individuell auf sie zugeschnittene Produkte und Services zu bieten. Wie aber soll man das schaffen, wenn man über keine vertrauenswürdige Ansicht der Kaufhistorie und des Kundenverhaltens verfügt?

 

Anzeichen dafür, dass Sie ein Datenproblem haben

Zumindest sollten Sie wissen, wie viele Kunden Sie haben. Außerdem würde es helfen, korrekte Kontaktdaten zu haben, die Interaktion der Kunden mit Ihrem Unternehmen nachvollziehen zu können und ihre Präferenzen zu kennen.

Ohne diese Informationen ist die Effizienz Ihrer Kundenkommunikation in jedem Fall eingeschränkt.

Haben Ihre Mitarbeiter jederzeit Zugriff auf aktuelle, korrekte Daten? Oder verbringen sie ihre Zeit damit, darüber zu streiten, wessen Excel-Tabellen die aktuellsten und korrektesten sind?

Verfügen Sie über ausreichende Kontrollmechanismen, um die Vertraulichkeit Ihrer Kundendaten jederzeit gewährleisten zu können? Wissen Ihre Mitarbeiter, wie sie mit Daten umzugehen haben oder verstoßen sie gegen Datenschutzrichtlinien und verwenden Firmendaten vielleicht sogar missbräuchlich?

Nimmt es Wochen (oder Monate) in Anspruch, einen Report zu erstellen, weil die Metadaten nicht zentral verwaltet werden? Und haben Sie vielleicht auch verschiedene Reporting-Prozesse mit widersprüchlichen Regeln und Definitionen im Einsatz?

Falls einige dieser Szenarien Ihnen vertraut vorkommen, sollten Sie prüfen, wie Sie Ihre Daten effizienter verwalten können.

 

Identifizieren Sie die Ursachen Ihrer Datenprobleme 

Werden Ihre Daten in mehreren isolierten Datensilos vorgehalten? Arbeiten Sie mit mehreren Datenquellen? Werden Daten nur in bestimmten, isolierten Datenquellen bereinigt und standardisiert?

Ist Ihr Managementteam mit der Bedeutung von Data Governance vertraut und nimmt man sich die Zeit, Datenregeln und -prozesse regelmäßig zu überprüfen? Gibt es in Ihrem Unternehmen im Bezug auf Daten klare Verantwortlichkeiten?

Können Sie die Ursachen Ihrer Datenprobleme identifizieren? Denn wenn Sie dazu in der Lage sind, können Sie damit beginnen, Ihre Daten strukturiert zu verwalten.

 

Bekommen Sie Ihre Daten in den Griff 

Bevor Sie damit beginnen, die Einstellung der Mitarbeiter zum Thema Daten zu ändern, sollten Sie sich zunächst die aktuell von Ihnen genutzten Systeme anschauen. Anschließend können Sie dann daran gehen, Ihre Datenprobleme zu lösen.

Die Technologie, die Sie nutzen, um Ihre Daten zu verwalten, sollte auch in der Lage sein, Ihre bestehenden Daten aus allen Speicherorten zu integrieren und neu ins Unternehmen kommende Daten zu erfassen. Moderne Lösungen für die Stammdatenverwaltung verwalten Daten nicht nur, sie entfernen auch Datendubletten und integrieren unvollständige Datensätze zu bestimmten Kunden, Produkten, etc. zu einem kompletten, aktuellen Golden Record.

Auf diese Golden Records kann dann jeder im Unternehmen zugreifen. Sie können diese Datensätze sogar für Ihre Lieferanten, Partner und Kunden verfügbar machen. Sie haben die volle Kontrolle darüber, wer auf welche Daten zugreifen darf.

Wird ein bestimmter Golden Record bearbeitet, aktualisiert oder gelöscht, werden diese Änderungen automatisch an allen relevanten Speicherorten implementiert. Wie Sie sich vorstellen können, lassen sich allein durch diese eine Funktion die Verwaltungskosten bereits deutlich reduzieren.

Promote a data quality culture with a data strategy 

Fördern Sie eine Kultur der Datenqualität

Haben Sie dann Ihre neue Stammdatenplattform implementiert, können Sie damit beginnen, Ihre Leute und Prozesse auf Ihre Datenstrategie einzustimmen.

Das umfasst auch die Einführung automatisierter Richtlinien, um im gesamten Unternehmen eine durchgehend hohe Datenkonsistenz und -qualität sicherzustellen. Außerdem sollten Sie interne Richtlinien für die Datenverwaltung veröffentlichen und entsprechende Schulungsmaßnahmen entwickeln und durchführen.

Diese Kultur zu fördern, wird einfacher, wenn es in Ihrem Unternehmen klare Strukturen für die Datenverantwortlichkeit gibt. Das gilt vor allem für kritische Datenelemente. So sollten Sie auch kontinuierlich greifende Businessregeln für Ihre Daten definieren. Und damit wären wir beim Thema Data Governance.

 

Sorgen Sie für klare Data Governance-Strukturen

Bevor Sie damit beginnen können, Daten als Aktivposten zu nutzen, benötigen Sie effiziente Data Governance-Strukturen. Das heißt, dass Ihre Leute, Prozesse und Technologien einer Strategie folgen, die sich im Einklang mit den lokalen Anforderungen befindet.

Haben Sie Ihre Datentechnologie und -prozesse im Griff, können Sie ganz einfach eine Governance-Strategie implementieren, die neben der Datenverwaltung auch die Nutzung Ihrer Daten komplett abdeckt. So ist zum Beispiel ein klarer, umfassender Prüfpfad, der transparent macht, wie Ihre Daten generiert und verwaltet werden, eine der Mindestanforderungen an die regulatorische Compliance. Eine Stammdatenplattform kann Ihnen genau diese Informationen bieten. Nun verfügen Sie über die nötige Basis, um eine Governance-Politik zu implementieren, die Sie als Datenverantwortlichen ebenso schützt wie die Datensubjekte.

Sie haben dabei die Kontrolle darüber, welche Anwender auf welche Daten zugreifen dürfen, was sie mit diesen Daten tun dürfen und welche Methoden dabei zur Anwendung kommen. Nachdem nun auch das Thema Data Governance abgehakt ist, können Sie sich damit befassen, Ihre Daten zu monetarisieren.

 

Verwandeln Sie ein Risiko in einen Aktivposten  

Falls also Ihre Daten nicht Ihren Anforderungen entsprechen, sollten Sie aktiv werden, bevor Sie Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, Compliance-Risiken drohen – oder bevor der Wettbewerb Ihnen zuvorkommt und mithilfe seiner Daten Ihre Wettbewerbsposition untergräbt.

Durch Implementierung einer Datenstrategie, die auf neueste Stammdatentechnologie ebenso setzt wie auf die Förderung einer ausgeprägten Datenkultur, können Sie Ihr Unternehmen transformieren und Ihren finanziellen Erfolg sichern.

So können Sie beispielsweise einen viel ziegerichteteren, personalisierteren Service bieten, wenn die entsprechenden Mitarbeiter im Unternehmen die Möglichkeit haben, auf umfassende, korrekte und aktuelle Kundendaten zuzugreifen.

Falls es Ihnen gelingt, die durch fehlerhafte Daten verursachten Probleme zu eliminieren, werden Sie schon bald feststellen, dass sich der damit verbundene Aufwand nicht etwa negativ aufs Geschäftsergebnis auswirkt, sondern dass Ihre aktuellen, korrekten Daten Ihnen die Chance bieten, den Umsatz zu steigern und das Wachstum voranzutreiben.

New call-to-action

 


Always having a love for technology and what it can do for global enterprises and individuals, Nils continues successful program deliveries in Manufacturing, Distribution, Retail, and Automotive Aftermarket.
Nils Pederssen war schon immer von Technologie und ihrem enormen Potenzial für Menschen und Unternehmen fasziniert. Ganz in diesem Sinne realisiert er heute bei Stibo Systems umfangreiche Stammdatenprojekte in den Bereichen Produktion, Distribution, Handel und Automotive-Ersatzteilmarkt.


← Vorheriger Eintrag
Nächster Eintrag →