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Das Thema Daten aus der Sicht des Chief Data Officers

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4. Januar 2018

Wir haben uns kürzlich mit den Chief Data Officers (CDOs) einiger großer Finanzdienstleister aus aller Welt unterhalten. Thema waren die Herausforderungen, mit denen sie sich konfrontiert sehen. Soviel vorab: Die Gespräche waren überaus erhellend.

Chief Data Officer analyzing data

Im Rahmen dieser perfekt abgestimmten Veranstaltungsreihe fanden 13 geplante Meetings mit CDOs sowie etliche weitere Gespräche statt.

Zwar konnten wir danach den Heimweg mit einem ganzen Sack voller Erkenntnisse antreten, aber eine davon war doch so verblüffend, dass ich mich frage, ob Sie das auch so sehen würden.

Rund 90 % der CDOs gaben an, dass sie sich am Einzelhandel orientieren, vor allem bei Entscheidungen, die die Schaffung vernetzterer, persönlicherer digitaler Services betreffen.

Man höre und staune – die hochentwickelte Finanzbranche lässt sich also vom Handel inspirieren. Aber ist das jetzt wirklich so überraschend?

Bei Licht betrachtet, eher nicht. Schließlich haben wir es beim Einzelhandel mit einer extrem dynamischen Branche zu tun, die von saisonalen Einflüssen, steigenden Kundenanforderungen und der Interaktion über zahlreiche Plattformen hinweg geprägt ist. Außerdem ist im Handel der Kunde König.

Im Einzelhandel dreht sich alles darum, das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt an den richtigen Verbraucher zu bringen. Schafft man das nicht, wird zweifellos ein Wettbewerber sein Glück versuchen … und es schaffen.

Mit Blick auf diese Situation sind drei Eigenschaften entscheidend:

1. Die Fähigkeit, Produkte schnell zu definieren und in die Angebotspalette einzugliedern 

2. Die Fähigkeit, Aufträge schnell, effizient und korrekt zu verarbeiten und zu verwalten

3. Die Fähigkeit, Kunden über alle Einkaufsplattformen hinweg zu bedienen und ihnen dabei ein konsistentes Markenerlebnis zu bieten.

Klingt vertraut? Es würde mich zumindest nicht wundern, wenn die Verbesserung einer oder mehrerer dieser Fähigkeiten sich auf Ihrer To-do-Liste finden würde.

Uns begegnen diese Themen jedenfalls immer wieder – im Handel, dem Finanzwesen, der Produktion und so gut wie jeder anderen Branche.

So haben wir erst kürzlich die Anfrage einer global tätigen Bank bearbeitet, bei der es vor allem darum ging, isolierte Datensilos zu integrieren, um die Entwicklung neuer Produkte und Services zu beschleunigen und ein persönlicheres Kundenerlebnis bieten zu können.

Um das zu erreichen, benötigte die Bank tiefere Erkenntnisse zu ihren Kunden, was wiederum eine bessere Kontrolle über ihre Daten voraussetzte.

Schnell und einfach auf personalisierte, individuell angepasste Produkte zugreifen zu können, ist laut einem Accenture Report etwas, das 80 % aller Versicherungskunden erwarten. Allerdings sind nur 21 % von ihnen mit dem gebotenen Servicelevel zufrieden.

Ein typisches Beispiel für die Versicherungsbranche könnte z. B. so aussehen: Ein Versicherungsnehmer will keine Prämien bezahlen, die sich am Gesamtmarkt orientieren, sondern die seinen persönlichen Gesundheitszustand berücksichtigen. So etwas würde vor allem bei Personen greifen, die gesund leben und viel dafür tun, um fit zu bleiben.

Auf die Welt des Handels bezogen, hieße das: Wenn Sie online einen roten Wollpullover mit V-Ausschnitt kaufen und bezahlen, der Dienstag eintreffen soll, können Sie mit einem am nächsten Freitag gelieferten, blauen Rundhalspulli aus Baumwolle nicht wirklich etwas anfangen.

Mehr Kontrolle über die eigenen Kunden- und Produktdaten ist eine zentrale Voraussetzung, um ein besseres, integriertes Kundenerlebnis schaffen zu können.

Hier zwei weitere Erkenntnisse aus unseren CDO-Gesprächen:

1. Ausnahmslos alle Gesprächspartner haben das Thema Stammdaten in der einen oder anderen Form auf der Tagesordnung.

Bei allen globalen Unternehmen, die wir besuchten, spielen Stammdaten eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der künftigen Wachstumsstrategie – sei es, um die Datengenauigkeit zu steigern, mithilfe von Business-Intelligence-Tools Produkt- und Kundenerkenntnisse zu gewinnen oder Daten aus isolierten Quellen zu integrieren.

2. Für alle Gesprächspartner sind für die Ausrichtung ihrer Unternehmensstrategie die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) von größter Bedeutung.

Das ist nicht verwunderlich, da die neue Verordnung bereits im Mai 2018 in Kraft tritt. Die meisten unserer Gesprächspartner interessierte in dem Zusammenhang vor allem, wie sich die DSGVO auf sie auswirken wird und was man tun kann, um die entsprechenden Risiken/Herausforderungen/Veränderungen möglichst gering zu halten. Falls das Fragen sind, die auch Sie umtreiben, empfehlen wir einen Besuch auf unserer DSGVO-Seite.

Und falls es Sie interessiert, wie Sie mithilfe Ihrer Produkt- und Kundendaten den Wettbewerb rechts überholen und mehr Umsatz generieren können, sollten Sie sich einfach mal mit dem Thema Multidomain-Stammdatenverwaltung vertraut machen.

Data Priorities for Chief Data Officers


Trotz seiner jugendlichen Erscheinung vermarktet Michael Lonnon seit fast zwei Jahrzehnten auf Hersteller-, Partner- und Agenturebene Technologielösungen. Bei Stibo Systems ist er für die europaweite Vermarktung unserer Stammdatenlösungen verantwortlich und unterstützt zukunftsorientierte Unternehmen dabei, mithilfe ihrer Daten die Kundeninteraktion zu verbessern und den Umsatz zu steigern.


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