menu-mob.png

Begründen Sie Ihre Entscheidungen auf Daten oder Informationen?

Autor: Darren Cooper
 |
6. Juli 2016

Der Jahresabschluss. Das wöchentliche Projekt-Meeting. Der aktuelle Umsatz-Forecast.

Jeden Tag werden auf Basis solcher Berichte und Dokumente wichtige Entscheidungen getroffen. Aber woher stammen eigentlich die Informationen, auf denen diese fußen? Wie werden sie definiert? Und wer bestimmt, was zu welchem Zweck genutzt werden sollte?

To trust information you need to govern the data behind it

Es gibt in der Sprache eine klare Abgrenzung zwischen den Wörtern Daten und Informationen. Während Daten sich in der Regel auf Zahlen, Symbole und Medien bezieht, die in Computersystemen generiert und vorgehalten werden, steht der Begriff Informationen meist für verarbeitete und damit entsprechend aussagekräftige Daten, die von Menschen interpretiert werden können. Informationen lassen sich dabei, je nach Interpretationsziel, in den unterschiedlichsten Formen und Perspektiven darstellen. Und genau darin liegt das Problem. Wie definieren oder regulieren wir die Interpretation selbst? Und wie lässt sich diese flexibel an die Interpretationsanforderungen anpassen, ohne dass wir das Vertrauen in die von uns genutzten Daten komplett verlieren?

Big Data, Social Media, mobile Kommunikation, Internet der Dinge – alles bloß Daten

Unternehmen, die ein ERP-System nutzen, um Bestellungen und den Warenbestand zu verwalten, haben oft Probleme damit, den Umsatzverlauf nachzuvollziehen und die Nachfrage einzuschätzen. Das liegt nicht etwa an unzureichenden Daten, sondern vielmehr daran, dass sie die Produktdaten nicht interpretierbar darstellen können. Um dieses Problem zu umschiffen, werden oft zahlreiche Reporting-Mechanismen definiert, die Daten nicht selten auf ganz unterschiedliche Weise sammeln und verarbeiten, um so vor der Veröffentlichung die Informationsqualität zu verbessern. Dabei kommen nicht unbedingt einheitliche Standards, Regeln oder Governance-Grundsätze zum Tragen, was wiederum zur Folge haben kann, dass die so generierten Informationen ihrem Zweck nicht mehr gerecht werden – oder schlimmstenfalls – bei der Verknüpfung mit anderen Datenquellen gar keinen Sinn mehr ergeben.

Nehmen wir die einfachen Begriffe „Kunde“ oder „Produkt“. Was bedeuten diese für Sie? Und was bedeuten sie für den Vertrieb, das Controlling oder eine Regulierungsbehörde? Während sich die Interpretation dieser Informationen ändern kann, müssen die Governance-Standards absolut konsistent bleiben, damit alle Verarbeitungs- und Interpretationsansätze dieselbe Datenbasis haben. Ohne Governance beschneiden wir den Endanwender in seiner Möglichkeit, die von ihm genutzten Informationen zu verstehen und ihnen zu vertrauen. Big Data, Social Media, mobile Kommunikation, Internet der Dinge – alles bloß Daten. Und ohne eine solide Governance-Basis als Kompass, ist es wohl kaum zu schaffen, hier alle Klippen sicher zu umschiffen. 

(Mehr zum Thema Data-Governance? Lesen Sie hier unseren Blog Post „Was ist Data-Governance? Ist das für mich relevant, und wenn ja, wo fange ich an?“)

Natürlich ist es wichtig, dass Governance-Initiativen stets bei den wichtigsten Datenelementen ansetzen, und das sind in der Regel Informationen zu Kunden, Produkten, Ressourcen und Mitarbeitern. Meist steht hinter der Implementierung einer Governance-Struktur der Wunsch, die Qualität der Geschäftsanalysen zu verbessern. Die Menge und Vielfalt der Daten, die zu Informationen verarbeitet werden können, wächst beständig weiter, und Entscheider sehen sich mit immer komplexeren Interpretationsmöglichkeiten konfrontiert. Das ist im Prinzip nicht schlecht – vorausgesetzt, man kann den Informationen vertrauen, die man zur Entscheidungsfindung heranzieht.

Data Governance Data Sheet

 


Darren Cooper hat einen Großteil seiner beruflichen Laufbahn in der Software-Vertriebsberatung verbracht und dabei verschiedene Branchen kennengelernt. Über die letzten 15 Jahre hat er sich auf das Thema Datenverwaltung spezialisiert und in dem Zusammenhang namhaften globalen Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Data Governance-Strategien geholfen. Heute unterstützt Cooper das Wachstum von Stibo Systems, indem er verdeutlicht, wie sich mithilfe unserer einzigartigen Technologie die digitale Transformation unserer Kunden beschleunigen lässt.


← Vorheriger Eintrag
Nächster Eintrag →