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Wissen Sie, was Sie über Ihre Kunden nicht wissen?

Autor: Darren Cooper
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13. April 2016

Die individuelle Identifizierung von Kunden sowie die Verarbeitung kompletter, korrekter und aktueller Kundendaten sind für Geschäfts- und Investment-Banken von größter Bedeutung. Allerdings haben viele Banken Probleme, mit den veränderlichen Anforderungen und Vorlieben ihrer Geschäftskunden Schritt zu halten.

So ergab eine aktuelle Untersuchung, dass 46 % aller Geschäftskunden mit den Abläufen ihrer Bank bei der Aufnahme neuer Kunden unzufrieden sind. Über 60 % aller Probleme beziehen sich dabei auf die Bereiche Genauigkeit, Dokumentation und Zeitaufwand1. Gerade hier kann der zeitnahe Zugriff auf vollständige, korrekte und aussagekräftige Daten helfen. Um Wachstumschancen nach Branche, Segment und Produkten identifizieren zu können, sollte eine Bank in der Lage sein, die zuständige Abteilung mit

Der Grund dafür liegt häufig darin, dass Daten zu Produkten und den entsprechenden Transaktionen in isolierten Datensilos vorgehalten werden. Will ein Kunde aber mehrere Produkte an verschiedenen Standorten nutzen, kann die Bank ihm meist nicht die nötige Transparenz bieten, da hier unterschiedliche Abläufe, Geschäftsbereiche und Mitarbeiter ins Spiel kommen.

Der Weg zu einer kundenzentrierten Organisation

Will man sein Unternehmen auf die Bedürfnisse des Kunden ausrichten, ist eine engere Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen Kundenbetreuung und Produktvertrieb entscheidend. Allerdings sollten auch die entsprechenden Anwendungen und Daten kundenzentriert sein. Aber wie schafft man das?

 Einzelne Applikationen miteinander zu verschmelzen, wäre gewiss ein gangbarer Weg, der aber gleichermaßen zeitaufwändig und teuer ist. Deutlich einfacher wäre es hier, die Kundenausrichtung durch die Integration der entsprechenden Daten zu verbessern. Dabei sollte man vor allem dafür sorgen, dass die integrierten Datensätze vertrauenswürdig sind und sich in allen Unternehmensbereichen sowie darüber hinaus nutzen lassen. Das trifft vor allem auf Partnerinformationen zu, die, für sich gesehen, in ihrem isolierten Datensilo gut aufgehoben sind. Bei einem integrierten Ansatz gilt es aber, sie auf Unternehmensebene zu einem echten Mehrwertträger zu machen.

Master Data Management (MDM, Stammdatenverwaltung) ist der Schlüssel, um kritische Geschäftsdaten in einer durchgehenden, vertrauenswürdigen Ansicht darzustellen. Ein entscheidender Vorteil ist es dabei, dass alle vorhandenen Datenquellen und Speicherorte bestehen bleiben können, da die Stammdatenlösung die Knochenarbeit übernimmt und sämtliche Daten zu hochwertigen, sofort nutzbaren Datenpaketen zusammenschnürt.

Verfügt man dann über eine einheitliche, vertrauenswürdige und sauber verwaltete Ansicht seiner Kundendaten, lässt sich deren Wert durch die Aufnahme von Daten aus anderen vertrauenswürdigen Informationsquellen weiter steigern. Das kann sogar externe Daten mit einschließen. So kann die Aufnahme von D-U-N-S2 Daten die Einrichtung komplexer Hierarchien zu Themen wie Recht, Risiko, Bonität und Marketing unterstützen, die dann unternehmensweit genutzt werden können. Zudem lassen sich durch Verbesserungen bei der Qualität und Verfügbarkeit kritischer Geschäftsdaten die Verwaltungskosten senken und die Effizienz steigern. Auch den immer weiter steigenden Anforderungen der Regulierungsbehörden im Bezug auf die Programme „Know Your Customer (KYC)“ und „Customer Due Diligence (CDD)“ kann man so einfacher entsprechen.

Will man sein Unternehmen von produktzentrierten auf kundenzentrierte Abläufe umstellen, die eine aktive Vermarktung und die Bindung wertvoller Kunden ermöglichen, muss man in erster Linie in der Lage sein, wichtige Geschäftsinformationen zu erfassen, zu verwalten, zu ergänzen und zu teilen. Dabei sollte man aber nicht außer Acht lassen, dass es hier vor allem um die Ergebnisse geht. Den Kunden interessiert nicht, wie und warum ein bestimmter Prozess funktioniert, er will ganz einfach nur sicher sein können, dass er es tut.


 

The unique identification of a customer and the processing of complete, accurate and timely customer data are of vital importance in the corporate and investment banking service industry

 

Drei Tipps, wie Sie herausfinden, was Sie über Ihre Kunden wissen sollten:

  • Prüfen Sie, wo Kundendaten vorgehalten werden, wie diese strukturiert sind, wie sie genutzt und geteilt werden und in welchen Bereichen sie die Geschäftsabläufe nur unzureichend unterstützen.

  • Bestimmen Sie Messgrößen und Leistungskennzahlen für die Geschäftsergebnisse und die fortlaufende Qualitätsverbesserung bei den Kundendaten.

  • Definieren und implementieren Sie eine  Daten-Governance-Richtlinie, stellen Sie die für deren Umsetzung nötigen Tools bereit und delegieren Sie klare Verantwortlichkeiten.


[1] http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/EY-global-commercial-banking-survey-2014/$FILE/EY-global-commercial-banking-survey-2014.pdf
[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Data_Universal_Numbering_System

 Data Sheet: B2B Customer Data

 


Darren Cooper hat einen Großteil seiner beruflichen Laufbahn in der Software-Vertriebsberatung verbracht und dabei verschiedene Branchen kennengelernt. Über die letzten 15 Jahre hat er sich auf das Thema Datenverwaltung spezialisiert und in dem Zusammenhang namhaften globalen Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Data Governance-Strategien geholfen. Heute unterstützt Cooper das Wachstum von Stibo Systems, indem er verdeutlicht, wie sich mithilfe unserer einzigartigen Technologie die digitale Transformation unserer Kunden beschleunigen lässt.


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