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So können Hersteller den Wechsel zu Product-As-a-Service-Angeboten vollziehen

Autor: Darren Cooper
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25. April 2017

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Ganz gleich, ob Unternehmen Endverbraucher bedienen oder global tätige Konzerne, alle Branchen sehen sich heute mit den Chancen und Herausforderungen einer zunehmend digitalen Geschäftswelt konfrontiert. Eine Folge davon ist es, dass traditionelle Unternehmen versuchen, ihre produktbasierten Geschäftsmodelle durch wertbasierte Services auszuweiten und zu differenzieren.  Eine aktuelle Frost & Sullivan Schätzung besagt, dass 70 % aller Fortune 500 Unternehmen voraussichtlich neue Geschäftsmodelle entwickeln werden, die Product-as-a-Service (PaaS)-Angebote beinhalten.

Während der Vorteil des PaaS-Modells meist darin gesehen wird, dass es bestimmte Geschäftsresultate unterstützen kann, differenziert es sich dadurch, dass es die Nutzung eines Produkts mit Mehrwert ausstattet, statt einfach nur ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen.

Product-as-a-Service-Initiativen sind in den Bereichen diskrete und Prozessfertigung ebenso anzutreffen wie bei B2C- und B2B-Dienstleistungen.

Dabei kann der bereitgestellte Service ein reales, von einem Unternehmen hergestelltes Produkt sowie Zugriff auf eine Applikation oder einen cloudbasierten Service voraussetzen.  In keinem dieser Fälle muss der Endanwender das betreffende Produkt aber notwendigerweise „besitzen“.

Allerdings ist PaaS auch nicht auf reale Produkte beschränkt.

Zum Beispiel:

Dieses letzte Beispiel macht deutlich, wie vernetzte Geräte in dem immer weiter wachsenden Internet der Dinge (IoT) die digitale Transformation vorantreiben und PaaS-Angebote unterstützen. So bieten Unternehmen aus dem Gesundheitswesen zunehmend Überwachungslösungen als Produktservices an.

Während Kunden an PaaS vor allem die Möglichkeit schätzen werden, die Kosten zu senken und Ressourcen zu entlasten, liegt für die Herstellerseite der Nutzen eher im Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen.

Neue Geschäftsmodelle ziehen neue Herausforderungen für die Lieferkette nach sich.

Die Distributionsmethoden von PaaS-Modellen können sich grundlegend von denen bei statischen Produkten unterscheiden. So könnte ein Hersteller chemischer Produkte seine Waren beispielsweise als Teil eines Services anbieten, der die Liefersysteme des Unternehmens direkt mit der Bedarfsplanung des Kunden vernetzt. Und genau dabei können IoT-Technologien sicherstellen, dass die Distribution effizient und reibungslos funktioniert.

All diese neuen umsatzorientierten Geschäftsmodelle, Prozesse und Applikationen, die transaktions-, abonnement- und bereitstellungsbasierte Umsatzströme unterstützen (sowie der denkbare Verkauf der durch diese Modelle generierten Daten), stellen bestehende IT-Systeme vor große Herausforderungen. Denn wie sollen Unternehmen die Daten all dieser Produkte, Kunden, Ressourcen und „Dinge“ effizient verwalten?

Um PaaS-Angebote effizient verwalten zu können, ist ein höheres Maß an Agilität gefordert.  So müssen Definition, Preisgestaltung und Konfiguration dieser Angebote deutlich flexibler gestaltet sein, um sich besser an Marktveränderungen, die Wettbewerbssituation und Kundenvorlieben anpassen zu lassen.

Die erfolgreiche Implementierung eines PaaS-Modells steht und fällt mit der Qualität, Korrektheit und Aktualität der betroffenen Daten. All diese neuen Geschäftsmodelle entwickeln sich ständig weiter. Deshalb sollte man gezielt Best Practices und Data Governance-Regeln implementieren, um potenzielle Risiken zu reduzieren und Zeit- sowie Kostenfallen zu umgehen. Schließlich handelt es sich hier um Projekte, bei denen deutlich mehr und zudem vielschichtigere Daten zu verwalten sind, wobei obendrein ein Höchstmaß an Genauigkeit gefordert ist.

 

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Darren Cooper hat einen Großteil seiner beruflichen Laufbahn in der Software-Vertriebsberatung verbracht und dabei verschiedene Branchen kennengelernt. Über die letzten 15 Jahre hat er sich auf das Thema Datenverwaltung spezialisiert und in dem Zusammenhang namhaften globalen Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Data Governance-Strategien geholfen. Heute unterstützt Cooper das Wachstum von Stibo Systems, indem er verdeutlicht, wie sich mithilfe unserer einzigartigen Technologie die digitale Transformation unserer Kunden beschleunigen lässt.


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