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So können Stammdatenmanager die Time-to-Value für Datennutzer optimieren. Teil 1: Doppelte Kundendaten eliminieren

Autor: Doug Kimball
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7. Februar 2019

Als Verantwortlicher für die Stammdatenverwaltung ist man im Unternehmen heute ein überaus gefragter Gesprächspartner. Der Grund dafür ist dabei ebenso einfach wie beängstigend: Als Stammdaternmanager ist man schließlich nicht nur für die Datenqualität verantwortlich, sondern auch für die übergreifende Datenstrategie, das Systemumfeld und die Integration aller Komponenten. Deshalb arbeitet man in der Position meist auch mit einer Vielzahl von Personen zusammen: Planern, Programmmanagern, Produktentwicklern, Marketingprofis, Supply-Chain-Managern und natürlich auch mit der Geschäftsleitung. Falls es in Ihrem Unternehmen einen Chief Data Officer (CDO) gibt, tragen Sie mit Ihrer Arbeit zudem vermutlich zu seiner Entscheidungsfindung bei.

Da Sie die verschiedensten Geschäftsbereiche unterstützen, benötigen Sie effiziente Tools, mit denen sich die Time-to-Value beschleunigen lässt.

Durch die Optimierung und Konsolidierung von Stammdaten unterstützt das Stammdatensystem eine Reihe wichtiger Geschäftsbereiche und ermöglicht digitale Businessprojekte.

Stammdatensysteme spielen in verschiedenen Bereichen eine überaus wichtige Rolle:

  • Bei Fusionen und Übernahmen helfen sie, verschiedene Datensysteme zu integrieren.
  • Durch mehr Datentransparenz unterstützen sie die Nachverfolgbarkeit von Produkten.
  • Sie vereinfachen die Einhaltung von Compliance-Vorgaben und Branchenstandards.
  • Mit ihrer Hilfe lassen sich Supply-Chain-Abläufe und Logistikprozesse optimieren.

So entscheidend diese Bereiche auch sein mögen, man sollte sie dennoch als Langfristprojekte sehen, die im Rahmen der Gesamtbetriebskosten einer Stammdatenlösung zu messen sind.

Wenn Sie mit Ihrer Investition in eine Stammdatenlösung eine schnelle Time-to-Value erreichen wollen, sollten Sie das Thema Stammdatenverwaltung aus einer eher praxisorientierten Perspektive angehen. So könnten Sie beispielsweise im ersten Schritt Ihre Kundendaten bereinigen, um schnellstmöglich das Kundenerlebnis zu verbessern. Das bietet Ihnen die Möglichkeit, schnell greifbare Erfolge zu erzielen und bei den Datennutzern im Unternehmen wichtige Punkte zu sammeln.

Getting rid of customer duplicates 

Kundendaten deduplizieren und bereinigen

Den Wert hochwertiger Kunden- und Produktdaten kann man gar nicht hoch genug einschätzen.

Jeder Kunde ist eine physikalische Einheit mit einem digitalen Zwilling. Wenn Sie diesen digitalen Zwilling zuverlässig kontrollieren, können Sie produktbezogene Prozesse optimieren und ein außergewöhnliches Kundenerlebnis bieten. Im Umkehrschluss bedeutet das: Minderwertige Kundendaten sind für jedes Unternehmen das reinste Gift.

Unzulängliche Kundendaten können sich dabei auf verschiedene Weise negativ auswirken:

  • Doppelt vorhandene Daten können den Kundensupport beeinträchtigen. Wenn im CRM-System verschiedene Datensätze zu einer Person vorhanden sind, erschwert das die Bereitstellung präziser, differenzierter Services.
  • Werden Kundendaten nicht konsolidiert und Name, Anschrift und Einkaufshistorie nicht angeglichen, verfehlen Kampagnen und Newsletter ihr Ziel.
  • Sendungen sind ohne korrekte Kundenanschrift nicht zustellbar und werden retourniert – oder schlimmer noch – sie verschwinden spurlos. Das führt zu Verlusten und senkt die Kundenzufriedenheit.

Das Gesamtproblem besteht nicht nur in Effizienzverlusten, die durch die mehrfache Überprüfung der Daten und die Wiederholung von Prozessen verursacht werden. Das weitaus größere Problem ist die durch minderwertige Daten und den daraus resultierenden Vertrauensverlust verursachte Kundenfluktuation.

Eine Stammdatenlösung für Kundendaten kann auf verschiedene Weise dazu beitragen, diese Probleme zu lösen. Das Stammdatensystem ersetzt keine CRM-Lösung, es verbessert sie vielmehr, indem es Daten durch einen Abgleichs- und Verknüpfungsprozess dedupliziert und so die Basis für sogenannte „Golden Records“ schafft, durchgehend einheitliche, korrekte und dublettenfreie Datensätze.

Korrekte Kundendaten unterstützen zudem ein besseres Marketing, da sie ein persönlicheres Erlebnis ermöglichen und die Unzustellbarkeitsrate reduzieren. Versäumen Sie es, Adressänderungen zu erfassen, oder buchstabieren Sie den Namen Ihrer Kunden falsch, geht das zu Lasten der Kundenaffinität. Kunden erwarten heute, dass Marken nahezu in Echtzeit erkennen, wer sie sind und Nähe zu ihnen aufbauen.

Kundenstammdatenverwaltung verbessert nicht nur die Datengenauigkeit im CRM-System, sondern integriert auch Daten aus anderen Systemen und Services. So lassen sich Kundendatensätze validieren und anreichern. Verbessert man die Qualität von Kundendaten durch zusätzliche Attribute, schafft man sich die nötige Basis für einen optimalen Kundenservice. Denn so hat man Zugriff auf durchgehend einheitliche Kundendaten, die alle Interaktionen mit dem Unternehmen ebenso beinhalten wie die Präferenzen des Kunden.

Um als Stammdatenverantwortlicher erfolgreich zu sein, sollte man sich primär auf korrekte, angereicherte Kundendaten konzentrieren. Auf diese Weise erzielen Sie in jedem Fall schnell Ergebnisse – und das gilt für den Einzelhandel ebenso wie für das Bankwesen, die Produktion und die Bereiche B2B- und B2C.

Dass es sich lohnt, Kundendaten zu optimieren, ergibt sich schon allein aus der Tatsache, dass die Gewinnung neuer Kunden weit kostenintensiver ist, als bestehende Kunden zu halten. Somit ist es deutlich wahrscheinlicher, dass sich eine Investition in die Kundenbindung auszahlen wird.

Interessiert es Sie, wie Sie für die Datennutzer des Unternehmens die Time-to-Value beschleunigen können? Dann lesen Sie Teil 2 dieses Blogs und erfahren Sie, wie Sie Produktdaten-Rückstaus minimieren können.


Doug Kimball führt das globale Strategieteam von Stibo Systems. Er war über zwanzig Jahre lang in verschiedenen Branchen in den Bereichen Daten- und Supply-Chain-Management tätig und hat in dieser Zeit eine Leidenschaft für die Digitalisierung von Businessprozessen entwickelt. Als erklärter Technologie-Junkie konzentriert sich Kimball dabei auf Fortschritte im Bereich der Stammdatenverwaltung, von denen E-Commerce-Abläufe ebenso profitieren wie die Kundenzentriertheit des Unternehmens.


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