Internet der Dinge Teil II: Die Daten-Goldmine

Autor: Jesper Leth
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8. September 2016

IoT Master Data Management part 2

Dies ist Teil 2 unserer Reihe über das Internet der Dinge (Internet of Things – IoT). Hier kommen Sie zu Teil 1. 

Wir haben es zwar schon in vorangegangenen Blog Posts gesagt, aber „… 2016 ist das Jahr des Internet der Dinge“. Und auch Gartner merkt an1„… Mit Blick auf neue Geschäftschancen und die zu erwartenden Auswirkungen auf den IT-Bereich wird das IoT eine ähnlich epochale Umwälzung auslösen wie zuletzt das Aufkommen von Cloud-Computing.“ 

IoT could well be a game changing technological force; unlocking new business models and markets, creating increased brand value and much more.

Stellt sich nur die Frage, wie bestehende Business-Systeme mit der schieren Menge und der Vielschichtigkeit der Daten zurechtkommen werden, die das IoT generiert. Dieser Herausforderung sollte man sich aber unbedingt stellen, denn das IoT hat das Potenzial, neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen, neue Märkte zu erschließen, den Markenwert zu steigern und vieles mehr. 

Die Daten-Goldmine

Aktuellen Schätzungen zufolge wird das IoT bis 2025 mit USD 3,9 bis 11,1 Bio. zur Gesamtwirtschaft beitragen2. Große Produktionsunternehmen, die physische Güter erzeugen, vertreiben oder modifizieren, integrieren in zunehmendem Maße permanent sendende Sensoren in ihre „Dinge“. Das treibt nicht nur die Entwicklung des IoT voran, sondern bringt auch neue Herausforderungen mit sich – in den Bereichen Data-Governance und Standards ebenso wie bei Gesundheit und Arbeitsschutz, Sicherheit und dem Supply-Chain-Management.

IoT-Daten haben das Potenzial, Geschäftsabläufe zu revolutionieren, dennoch werden derzeit rund 90 % dieser Informationen nicht analysiert. Schlimmer noch: 60 % der Daten verlieren binnen Millisekunden ihre geschäftliche Relevanz3. Um aus den so gewonnenen Daten aussagekräftige Erkenntnisse ziehen zu können, müssen sie zunächst strukturiert und analysiert werden. Warum also stürzen sich nicht alle Unternehmen auf das Thema IoT? Warum entwickeln sie nicht alle Datenmodelle, die in der Lage sind, Daten zu erfassen und zu strukturieren und dann die Ergebnisse mit anderen Daten-Domains abzugleichen, um so die Informationsqualität im Unternehmen zu verbessern?

Stammdatenverwaltung steht im Mittelpunkt eines jeden IoT-Projekts

Vermutlich wird das IoT schon bald fest in der DNA jedes Unternehmens verankert sein. Der auf Forschung spezialisierte Wissenschaftler George Westerman vom MIT sagt4, dass Unternehmen, die jetzt bereits den Wandel vollzogen haben, künftig zu den „Meistern der digitalen Ära“ zählen werden, die im Vergleich zu traditionell arbeitenden, vergleichbaren Wettbewerbern um bis zu 26 % ertragreicher sein werden – und das wohlgemerkt bei einer Umsatzsteigerung von nur 9 %.

Dabei kann eine Stammdatenlösung als Bindeglied zwischen den durchs IoT generierten Daten und Ihren Unternehmensabläufen fungieren. Sie kann den Zugriff auf Ihr erweitertes, vielschichtiges Ökosystem steuern und dabei Kunden, Lieferanten, Vertriebspartnern und anderen Beteiligten klare Vorteile bieten.

Um aber das volle Potenzial des IoT nutzen zu können, muss eine solche Stammdatenlösung zweckgerichtet, skalierbar und einfach zu integrieren sein und dabei in jeder beliebigen Infrastruktur genutzt werden können. Eine erfolgreiche IoT-Plattform sollte zudem über verschiedene Eigenschaften verfügen: Sie muss sicher und kontrollierbar sein und dem Unternehmen die Möglichkeit bieten, Applikationen zu entwickeln, die aus der Interaktion vernetzter Menschen, Systeme und Geräte Mehrwert generieren können.

Jedes einzelne IoT-Gerät lässt sich mit verschiedenen Stammdatenelementen verknüpfen, zum Beispiel Angaben zum Aufstellort (Standortdaten), zur Marke und zum Modell (Produktdaten), zum Käufer (Kundendaten), zu internen Zuständigkeiten (Mitarbeiterdaten) oder dazu, ob die Nutzung des Geräts durch einen Servicevertrag geregelt ist (Geräte-/Vertragsdaten). Verfügt man aber über solch einen vernetzten integrierten Blick, kann man auch bei umfangreichen Daten problemlos Echtzeitanalysen fahren und so deutlich proaktiver arbeiten.

Stammdatenverwaltung basiert darauf, die Stammdaten eines Unternehmens – in diesem Fall Informationen verschiedener Objekte mit IoT-Verbindung – für alle relevanten Personen und Systeme im Unternehmen und darüber hinaus verfügbar zu machen. Das macht die Stammdatenverwaltung zu einem wichtigen Tool für jedes IoT-Projekt.

Multidomain Master Data Management

 
[1] Gearing Up for the Internet of Things, April 2016, By Gartner, http://www.gartner.com/smarterwithgartner/gearing-up-for-the-internet-of-things 2/
[2]Unlocking the potential of the Internet of Things, June 2015, by McKinsey,  http://www.mckinsey.com/business-functions/businesstechnology/our-insights/the-internet-of-things-the-value-of-digitizing-the-physical-world
[3] “Internet of Things” to the Enterprise, May 31st 2015,  http://www-03.ibm.com/press/us/en/pressrelease/46453.wss 
[4]A digital master class, September 2015, MIT News, http://mitsloan.mit.edu/newsroom/articles/how-to-be-a-digital-master-a-q-and-a-with-mit-sloans-george-westerman/ & http://georgewesterman.org/ & http://news.mit.edu/2015/digital-master-class-george-westerman-0918


For more than 20 years, Jesper Leth has been working with a wide range of IT activities, covering management, project management, coordination and more. Jesper’s goal always is to unfold business value, mainly by use of data, i.e. bridging data from new applications into BI applications, curving new data angles. This level of broad insight has directed Jesper into the IoT space, now working with Stibo Systems customers and helping them to find paths in linking IoT data and Master Data, which uncovers an enormous field of opportunities.


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