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3 Gründe, warum Sie jetzt Ihr Data-Governance-Wissen vertiefen sollten

Autor: Karl Meier
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20. April 2017

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Mit Data Governance ist es wie mit dem Fitnesstraining. Zwar weiß man, dass man es dringend nötig hätte, aber man schiebt das Thema trotzdem vor sich her. Kennen Sie das aus Ihrer Firma? Dann geht es Ihnen so wie vielen anderen Unternehmen, in denen man sich trotz der offenkundigen Vorteile schwer tut, Data Governance intern zu verkaufen. Und dann fehlt einfach das nötige Budget, um Konzepte zur Steigerung der Datenqualität oder Verbesserung von Datenmodellen und Datenverantwortung umzusetzen.

Data Governance existiert im Prinzip bereits seit den 1960er Jahren, als die ersten IT-Systeme zum Einsatz kamen. Doch während derartige Initiativen früher eher IT-orientiert abliefen – mit einem technischen Fokus gestützt auf Programme –, geht man Data Governance heute deutlich strukturierter an. Normalerweise geschieht dies im Rahmen spezieller Teams mit hoher interdisziplinärer Beteiligung. Vor allem jedoch wird Data Governance heute nicht mehr als Modeerscheinung angesehen, sondern gilt bei jeder größeren IT-Maßnahme als fest einzuplanender Punkt.

Das heißt aber noch lange nicht, dass alle Data-Governance-Programme von Erfolg beschienen sind. Ganz im Gegenteil. Ein nicht unerheblicher Teil davon geht in die Hose. Je nachdem, wen man fragt, gibt es für dieses Scheitern eine Reihe von Gründen – einer davon ist die mangelnde Unterstützung durch das Top-Management.

Und gerade Unternehmen mit weniger erfolgreichen, fehlgeschlagenen oder gar nicht vorhandenen Data-Governance-Programmen sehen sich derzeit mit den Folgen von drei wichtigen, aktuellen Entwicklungen konfrontiert:

1) Die Welle der digitalen Transformation: Praktisch alle erfolgreichen Unternehmen haben diesen Erfolg heute in irgendeiner Form Daten zu verdanken. Das verdeutlicht, dass es ohne effiziente Data-Governance-Strukturen nahezu unmöglich ist, diesen Erfolg langfristig abzusichern – ganz zu schweigen von der erfolgreichen Realisierung der eigenen digitalen Transformation.

2) Die Datenschutz-Grundverordnung: Ab Mai 2018 greifen in der gesamten EU neue Standards, die vorgeben, wie Unternehmen personenbezogene Daten von EU-Bürgern erfassen, speichern und nutzen dürfen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, sind höchste Datenqualität und sauber strukturierte Datenprozesse unerlässlich. Mit anderen Worten: Die DSGVO lässt sich ohne solides Data-Governance-Programm praktisch nicht im Unternehmen implementieren.

Falls Sie mit dem Thema Datenschutz-Grundverordnung und dessen Auswirkungen auf Ihr Unternehmen noch ein wenig „fremdeln“, empfehlen wir die Lektüre unserer Gratis-Info zum Thema.

3) Datenschutz: Dieses Thema wird zunehmend zu einem Differenzierungsfaktor (mehr dazu finden Sie hier) und gewinnt deshalb für Unternehmen immer mehr an Bedeutung. Die Mehrzahl der erfassten personenbezogenen Daten ist durch Diebstahl, Missbrauch, versehentliche Offenlegung und andere Risiken bedroht. Dabei ist mittlerweile nur zu bekannt, dass negative Publicity in diesem Punkt sich direkt auf die Kundenbasis eines Unternehmens auswirkt, und damit auch auf den Umsatz – von teuren Gerichtsverfahren einmal ganz zu schweigen. Deshalb ist es im Bereich Risikomanagement heute die größte Herausforderung, den Ruf eines Unternehmens zu schützen.

Nimmt man all diese Faktoren zusammen, sollte sich eigentlich niemand im Unternehmen mehr dagegen sträuben, ein solides Data-Governance-Programm zu implementieren oder eine bestehende Lösung zu optimieren.

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Karl Meier verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in den Bereichen Stammdatenverwaltung und Implementierung von Unternehmenssoftware. In seiner derzeitigen Rolle bei Stibo Systems ist er als Projektleiter und in der Lösungsberatung tätig und auf die Implementierung von Produkt- und Stammdatenlösungen für Handel und Distribution spezialisiert. Folgen Sie Karl Meier:


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